|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Mein Priester
.
Ich will deine Hure sein,
Dein Fundament
und dein Heiligenschein.
.
Du sollst meine Wallung taufen,
Unser Fieber;
und meine Seele freikaufen.
.
Deine Schöpfung erklingt
und mein Staunen:
von allen Heiligen umringt.
.
Dein Stolz flammt meine Liebesglut
und Deine Scham zerfällt,
doch ewig wallt durch Unser Blut:
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| SEID IHR BEREIT
KINDER ? Heute werde ich einen unter Euch auswählen. Ein Kind, das zwischen Strichen stecken geblieben und unter Schatten gestellt ist. Eine Kamille, die uns aus seinem Heim Leid trägt… Lautlos inmitten des grau werdenden Blaues, unter der Menschengemenge eine verwaiste Knospe! Dessen Herz Lichter ausstrahlt und voller Geheimnisse ist… Während die Sonne durch das Wasser fließt, fallen die Laternen der Leere einer nach dem anderen vor ihn hin.. Sagen Sie mir, was haben Sie für Sorgen ? Zeigt Euch mit ihm zusammen, wenn ihr ein Teil der sich vermischenden Nächte, des sich mit farbenfrohen und mit schwarzen Punkten einrahmenden Lebens seid. Ich weiß, euer Geschütz wird nicht mehr geschützt. Wo die Identitäten der Menschen schmelzen, trotz vereister Führungen auf Euren Wegen, habt ihr es wenigstens bestimmen können, wohin Euer Weg hinführt ? Seid ihr bereit Kinder ? Heute werde ich einen unter Euch auswählen. Ein Kind, das zwischen Strichen stecken geblieben und unter Schatten gestellt ist. üzeyir LOKMAN çayci Paris – 20.12.2003 Übersetzung : NURAY LALE |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
mein abschied
.
in deinem sarg
ist kein frühling mehr.
wo sind
all deine blüten?
.
mein abschied
fällt
in der sanduhr
der welt
durch die große
enge
in all die anderen
gedanken.
.
nun grünen meine
wiesen wieder.
ich wollte doch
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
« DER BERG » WAR DER NAME DES PFERDES VON MEINEM VATER "Der
Berg" war der Name des Pferdes von meinem Vater Ihre
Identität, die die Unschuldigen leiden ließ Klagelieder
werden gesungen in den Kerkern "Der
Berg" war der Name des Pferdes von meinem Vater Üzeyir
Lokman ÇAYCI |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
mit wenig |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
mein
blaues zimmer
.
mein
blaues zimmer
verkannte
seinen sinn
und
einsamt nun
einzig
in meiner erinnerung.
.
ich
höre noch die tür
durch
deren spalt du
leise
mich im schlaf
bestauntest.
.
mein
blaues zimmer
liegt
noch unter dem süßen duft
der dich
umgab
immer
wenn du gingst.
.
ich
höre noch deine stimme
die mich
schmerzlich erinnert
an deine
fehlbarkeit
in
meinem blauen zimmer.
.
blau
schmecken tränen
in
meiner stille.
türen
schlafen duftend
in vergessenen
zimmern.
.
ich
sterbe
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
n u n |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
bahnhofsuhr
kalt und einsam
schwebst du
über allem.
.
und doch:
allein dein
anblick
ist mein
glück,
denn deine zeit
vergeht nie.
.
zehn
vor
halb
zwei
.
sagst du -
immer.
schöne zeit,
denn da
kommt kein zug
und
es ist
noch nicht
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
räuberische Welt |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
der Massenmörder |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Tränen Staub Ende |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die
Musik, das Weinen und das Lachen beginnen dort, wo die Worte aufhören, und kommen, um zu öffnen. . Sie schwellen an und steigen aus dem Abgrund empor. Sie schwemmen uns weg, sie reißen uns mit ihren Wogen, und keiner vermag ihnen zu widerstehen. . Sie treiben uns mitunter aus unserer Vernunft oder aus unserer Welt; . und wer den Widerhall nicht spürt, der spürt auch nicht das wahre Leben. . e-lis |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| komm wieder . mein gott, du hier wie lange schon vernetzt .. sind wir . bist einfach nun vertraut und unverkrampft wie .. ewig da . neben ein ander - beide wir ganz furchtlos .. anzuschaun behutsam, welterfahren, schön .. . in dieser nacht .. geschlüpft bist du in meinen traum . PeT |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
so menschen wir oft |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
er kratzte sich ausdauernd am Schädel |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Morgens Am Spülsaum des Schlafs streife ich dir das Traumkleid vom Körper und bedecke dich mit meinem Atem bis deine Finger Wind säen auf meiner Haut und im andrängenden Licht die Nacht im Sturm aus den Angeln bricht Dietrich Pietsch |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ich sagte: Bei allem was
mir heilig ist, doch was ist das schon? Sind es Ideen? Kreativität? Ich hatte das Gefühl mir selbst fremd zu sein, ich weiß das ist schrecklich, damit scherzt man nicht. Dennoch - so war es wirklich. Ich war mir lange Zeit fremd, in meinem Kopf. Doch ich freunde mich wieder an, endlich. Doch bin ich genau jetzt zerbrechlich. Wie eine Porzellanfigur, eine Ballerina auf Spitzenschuhen. Die dreht sich langsam im Kreise. Ist nur darauf bedacht nicht abzubrechen, denn dann würde sie härter als zuvor landen, dort auf dem Boden, würde sich den Hals brechen. Doch ich würde es nicht merken, noch immer betäubt von den Schmerzen, den Nadelstichen tief in meiner Seele. Es wird kein Faden durchgezogen. Deine Worte, deine Versprechungen, verletzender als jede Beleidigung - und nun? Von Angesicht zu Angesicht. Stell dich mir - Feind. Kämpfe nur mit den Waffen die du hast, egal ob Freund oder Feind. Im Angesicht seiner Muse, wird sowieso jeder zur Bestie. Es ist egal was ich mache, ob ich mit dir oder gegen dich kämpfe. Vertrauter Feind. Du wirst dich sowieso nicht an mich erinnern. CloudOfPoison |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| sitz auf der bank, rauch ein kippe in der hand der kaffee, an dem ich nippe schau bedenklich, zufrieden in die wolken hinein und freu mich 15 minuten allein zu sein nach 20 minuten ist die pause zu ende spüre wie ich die knochen verrenke seufzend tauch ich in die masse hinein und träum davon allein zu sein ich vernehme ihre leeren worte es gibt zuviel von dieser sorte hohle phrasen schlagen auf mich nieder die kopfschmerzen kommen wieder höre dumme fragen,die nicht enden sag zu mir "dann probiers doch mal mit denken" jeder versuch der erklärung der frage versagt "warum bleibt mir das nicht erspart ?" so sitz ich am fenster, betrachte die wolken draussen versuch zu vergessen, nichts zu hören, nicht zu lauschen ich warte auf den sonnenschein und wünsche mir allein zu sein und dann werd ich aus meinem traum gezerrt " ist was nicht in ordnung, läuft was verkehrt ? du bist so selten hier und dich dann so zu sehn, ich erzähl dir was mir passierte, dann wird´s die besser gehn ! " plötzlich spür ich den druck, der in mir wächst sehe den grund, der mich entsetzt und zum erstenmal an diesem tag öffne ich den mund und sag "ich stell mich taub, um nichts zu hör´n ich schliess die augen , um nichts zu seh´n ich wünsch im stillen, dass die zeit vergeht und wenn ihr die sprache der stille nicht versteht dann schrei ich es euch ins gesicht LASST MICH IN RUHE ICH LIEB DIE WELT ABER EUCH EUCH MAG ICH NICHT Thanatos |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Riesige
Felder aus schwarzen Tulpen, sanftes schimmern im Mondschein, keine Wolke trübt den Himmerl. Milliarden von Sternen. Ich strecke die Arme aus, lasse mich in das Meer fallen. Grenzenloses Glück - momentan. Ich fühle meine Seele, sie fehlte mir lange. Es ist kein Teufel da. Gott gibt's nicht mehr. Ein Leben dazwischen, zwischen Gott und Teufel, zwischen Himmel und Hölle. Ein Leben hier! Herausgekrochen aus dem tiefsten Loch, helfen konnte mir keiner. Konnte das Licht nur erahnen. Bin darauf zugegagen, zugegangen auf meine Hoffnung. Habe darauf vertraut. Habe es erreicht. Habe mich aus der Dunkelheit losgerissen. Habe nach dem Licht gegriffen Lasse es nicht mehr los. Kralle mich daran fest. Ich will nicht mehr ins Dunkel zurück CloudOfPoison |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nicht mehr . als ein Murmeln des Windes hinter hohen Mauern. . Bäume und Steine: Schatten mit blättrigen Stimmen und verlorene Stimmen. . Verschlungen in letzter Umarmung: Wind und Stille Stimme und Stein. . Dietrich Pietsch |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| falscher weg ein wanderer ging einst entlang voller mut & tatendrang ein bach ihm da den weg versperrt & weit & breit kein übersteg da dacht er sich, es wird so sein ich hüpfe über stein zu stein doch dachte er wohl nicht daran daß mancher stein auch wackeln kann so kam es dann total verzwickt er stürzte & brach sein genick . thanatos |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| .TEXTE - FRUEHJAHR - 2004 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| DIE
ZELLE MIT DER NUMMER 2000 Die Erde Ist der Müllhaufen von Rosen, Die von ihren Stiegen abgeschnitten sind... Nur eine Uniform Tragen die Menschen... Ein Wettlauf im Himmel... In dem Licht die Microbe In Microben das Licht... Auf die Rücken der verbrannten Schmetterlingsflügel Sind die Spiegel geladen... Über dem Meer Herrenlose Drachen... In der Falle der Nächte Vergehen Kinder... Niemand bietet « Einhalt… » An der Spitze der Versinkenden Freiheit haltend In den Herbergen Die Menschen verschlingen... Das, was sie hinterlassen Sind die Spuren, Die wir anschauen... Das Leid hört nicht auf Zwischen den Maschinen, Die Tränen erzeugen... Die Wurzeln sind draußen Der Zelle mit der Nummer 2000... Üzeyir Lokman ÇAYCI Mantes la Ville – 12.06.2000 Übersetzung : Nuray LALE |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
glänzende
fäden
zieh ich
aus dem
stoff der zeit.
durch
meine hand
rinnt
die
ganze welt
im losen
moment
und haut
brennt
darunter
sehnsüchtig.
silbrige
fäden
winden
sich
aus
kleinen verheißungen
ohne form
um mein
leben
zu
trauern.
nur
frühlings-wegen
erglitzern
diese stoffe
die welt
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Veränderung |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ind(ianisch)er |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
ErklärungsVersuche
.
Immer möchte ich alles wissen.
Aber nicht, was sie mir erzählen.
Ihre Lippen bewegen sich ständig
und die Worte dauern Jahrzehnte.
Weil sie alles schon wissen
kann ich es nicht verstehen.
Ihre Hände bewegen sich dabei
nicht zum Takt der Musik,
deshalb bleibt mein Tanz einsam.
Und wenn ich ihre Bücher lese
spüre ich ihre vergifteten Herzen
schmerzlich zwischen den Zeilen.
Wie sie mich einnehmen
und in meinem Blut schwimmen
als hätte ich mich nicht gewehrt.
.
Ich bin ein Mensch
unter Menschen
die selbst nur
Menschen
unter Menschen sind
und mich
zum Menschen machen (wollen).
.
Und mein Geist
könnte der
eines anderen Menschen sein,
(als hätte ich mich nicht gewehrt)
ohne dass ich es merke.
.
Vielleicht
ist er es ja,
und meine Worte dauern Jahrzehnte
und meine Tänze kennen keinen Takt.
Und mein vergiftetes Herz
schwimmt im Blut
Deiner Adern!
. Dann vielleicht
will ich doch nicht alles wissen.
.
Julius
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
ZEN der letzten Tage |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
morgens immer
begegnen sich blicke
manchmal scheu - fröhlich
manchmal scheu - abweisend
manchmal glücklich - lächelnd.
und immer
begegnen sich dabei leben
erzählen ihr herz
berichten kühne taten ...
schweigen unglück.
nachts immer
erinnern augen unruhig
manchmal einsam - suchend
manchmal einsam - trauernd
manchmal glücklich - lächelnd.
und immer
erinnern sie sich der blicke
grübelnden herzens
kühnen mutes ...
bedauern sie scheu.
Julius
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Neues Deutschland Verfassungswidrig tagt der Kanzler weise, Sozialverbände streichen Rentner weg, Sonderparteitag mehrheitlicht vor Schreck, Patienten sterben bittrer Pillen leise. Die Reform zieht solidarisch ihre Kreise, nebenbei erhält die Werbeflaute ihren Zweck; Menschenrecht im sicherheitspolitischen Versteck, Deutschland fährt fest auf neuem Gleise. Und nebenher das größte Kirchenfest des Jahres, da erfindet sich schnell neues "Wahres" - ein Abendmahl für jedermann muss her. Atomsprengköpfe gibt es auf der Preisverleihung, Friedenspläne bitten Soldatentote um Verzeihung; Deutschland - Reformkrieg lastet schwer. Julius |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
in meinem herz wohnt eine coladose.
die haben sie dort eingepflanzt
als ich dachte mein wille sei frei.
in meinem haus wohnt ein toastbrot.
das haben sie dort versteckt
als ich nachts ihren traum
träumte.
.
der zweite fernseher im schlafzimmer
ist das bullauge des
schiffskapitäns
der selbst die route nicht kennt -
ein matrose löschte sein
gedächtnis
versehentlich
als er die coladose darin vergrub.
.
glaub bloß nicht du
hättest die wahl -
sie ertrinkt im braunen zuckergift.
.julius
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wintermorgen |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Blaue Wächter . Ich konnte es kaum glauben, Doch was ich sah waren deine blauen Augen. Weg zu schaun ging immer schlechter, deine Augen wurden meine blauen Wächter. . Waren für mich Wächter am Tag Und Führer in der Nacht, Auch wenn sie mich nicht sahen, so war ich immer gut bewacht . Ich denk an dich, Wie du an mich, Bin nie allein, Hab ja die Wächterlein. . Auch du brauchst niemals Angst zu haben, Hab jemandem etwas aufgetragen, Solltest du allein dich fühlen oder schlechter, Mach dir keine Sorgen, du hast ja meine braunen Wächter! . oliver j. udge |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
gleich gültige Voyeure |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Anstalts-Liebe! . in einem kalten komfortablem Haus gab es Sympathie recht günstig für eine Kippe: eine kleine Liebe, und jäh doch gab es unter deiner Haut ein unbezahlbares Lächeln und nichts zum verkaufen etwas das freigekuschelt werden sollte . sie schnitten dich in kleine Fetzen portionierbar du als ihre Wissensquelle, und doch blieb ein wenig dieser Liebe unter meiner Haut das Erbrechen des Schweigens ist meine Zärtlichkeit . manfred keitel |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ich
möchte Dir auch gern mal die Stimme rauben- mit einem Kuß. Deinen Körper erstarren lassen- mit meinen Berührungen. Dein Herz rasen lassen- durch meine Gefühle. Die Sonne Dir zeigen- durch mein Lächeln. Den Regen Dir zeigen- doch Dich nicht nass werden zu lassen. Und warum?- weil ich Dich so mag! . rain |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
mit dir einschlafen |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
und Henker |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| an zerknitterte scheiben rumsen die flocken fallen mit hohlen strophen ins schneeweisse feld . drüber die grosse kugel rollt glänzend gerüsteter cocoon prägt leuchtende sterne neben blutrote streifen . hinterm bullauge das antlitz des reichsverwesers verkniffen ins fersengeld gebettet . wie irre polternd durch geronnene pfützen geplatzter blasen fruchtloser nachgeburten .. . PeT |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Anklage des Schimmelkäses |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| So oft hörte ich
das Gehen vor mir weiß es nimmt mir die Jahre die nie kommen werden hinter mir Schwarz die Schriften die bleiben schmecken wie Neige. . Wie oft noch leere ich das Gehen. . alessandra mancinelli |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Aastanz |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Windformen . Es war nur der Wind der nach mir rief und mir zu nahe kam als er die Bergflanken leckte und Schneedünen zeugte . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2123 . Kronen über uns Kronen Grünes dicht an dicht Luft und bald Licht sind wir blasse Schatten unter Kronen wächst zusammen der Wind erreicht uns nicht . nicht uns . uns deckt Laub Laub deckt uns zu wie ein Kuss für einen röchelnden Mund . alessandra mancinelli |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Hier
ist es gut- Wurzeln schlagen könnte ich wohl, doch nicht entlang der Mauer kriechen und nicht gestutzt, beschnitten werden. . Wachsen möchte ich- so hoch, dass ich noch die Welt überschauen kann. . elis |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
bodenständige liebe |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Blau
. Als stolperte sie zögerte dem Moment entgegen indem sie Luft hebt Sekunden schluckt sich faltet sich mit einem Auge zu. . Im Bauch der Abschied nichts winkt erschüttert die Wimper auf der Wange ein Moment . für dich für mich ist es Zeit sie zu sehen. . alessandra mancinelli |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Selt-Same Es fällt mir schwer in deinem Gold zu denken, das Kalte wärme mich wie eine Katze auf dem heißen Dach. So oft ich in den Regen trete, so oft ich zwischen den Tropfen stehe, umso zäher wird mein Wille. Ich bin der Sirup in deiner Fliegenfalle. Lass deine Pracht für die Nacht, die mich versengt, mit all meinen Namen die du stöhnend rufst und höre - du wirfst Schlingen in meinen Mund. Die Tage streichen meinen Schatten wie ich die Zahlen vom Blatt trenne, doch insgeheim singe ich für mich seltsame Lieder, sie garen rostfarben und rot. alessandra mancinelli |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| als ich die blume
pflückte ward mir klar ihr leben ist vorbei, sie wird in meinen händen sterben was vorher die freude war an ihr zu riechen, ihren duft sie zu bewundern, die farbige pracht sie zu fassen, an ihrem stiel ist jetzt vorbei, ist nun die trauer denn nur sie zu pflücken, war das was mir gefiel thanatos |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| diese nacht still und heilig die menschheit schläft wache halten die rauchpfanne der rosenkranz und das gebet pakete und goldlametta zäh die letzten dezembertage der weihnachtsbaum stirbt stumm fallen flocken auf hungernde gräser ein zarter flaum ein hauch watte auf gefrorenem boden in diese böden lässt sich kein baum pflanzen schon gar nicht ein traum höchstens ein grab schaufeln nicht mehr kein platz für träumer hier frisst der alltag die stunden zerschellen rosen an ererbtem dunkelrot und gelb und weiß verliert sich im ahorngerippe nistet das grau der mond schmalbrüstig die stählernen spitzen nach unten absteigend zerteilt er die wurzeln die in den himmel wachsen blut in vielen farben tropft auf samen saat und frucht verfault sterne wünschen nicht mehr sterne zu sein abgründe tun sich auf tiefe, schwarze, engel flüstern sich's zu nichts bleibt wie es ist herodes lebt zeichen des kreuzes K + M + B und die jahreszahl am geschnitzten türbalken elis |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Gebenedeit seist du . Gebenedeit seist du Tag an dem Schnee fiel bis der Himmel sich senkte auf die ungewogene Zeit gebendeit seist du Nacht in der ich wachte und schlief zwischen dir und den Schenkeln die müden Glieder gestreckt gebenedeit seist du Hand die meinem Rücken entlang sich in die Beuge verirrte bis ich wachte und wachte gebenedeit seist du Mund der mich wortlos erschloss und ich erwachte und schlief mit dir und mit mir gebenedeit seist du |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
an mich
. du bist keine froschkönigin. dein antrieb ist die einbildung. wenn du in dich horchst schlägt dein herz wie jedes - kontinuierlich. dein atem ist kein goldregen und mit deinen gefühlen bist du nicht allein. deine nachtqualen aber trägst du selbst in deine träume. verschließe einmal das burgtor und lass das schlossgespenst erfrieren deinen geist weitreisen dein herz frohschlagen: hör wie die harfenspieler dein fröhliches lied singen und das kinderlachen durch deine seele hallt. . julius |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| gerade eben . ich will keine zeitung lesen und auch keine romane und erst recht keine fahrpläne. wer bin ich, wo bin ich? und wo soll ich hin, wenn die züge so schnell rollen, die menschen so schnell reden, der tag so schnell zu ende geht, ich mich einsam fühle, unter tausend menschen, und zu zweit bin, wenn keiner da ist? . wer macht die tür zu, wenn alle gehen, die welt steht, und alle sterne regnen . julius |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
im traum
julius. muss ich immer zu dir aufsehen. vor deinem angesicht bleibe ich stumm. was deine wachaugen erzählen kann keine gottheit erkennen. deine flügel erheben sich über meine seele - wenn ich aufwache kannst du nicht mehr fliegen. . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
mein herzbrunnen
. alles bleibt wenn ich meinen ballschuh auf der schlosstreppe verliere. mein bruder geht nie mit mir im wald und den giftigen apfel musste die mutter selbst essen. drei wünsche vergaben die waldfeen schon. das verstaubte spinnrad gibt kein gold mehr her. . an deinen zorndornen ist kein tiefschlaf und du bist auch kein frosch. ich würde dich prinzküssen. einzig der jäger verfolgt mich noch. so wandel ich und alles bleibt im herzbrunnen. . julius |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| November . Unter der Last des Nebels stolpert der Tag über den See davon und vor meinem Gesicht hängt im erfrorenen Grau dein Atem Starr steht das Schilf und still Nur meine Hände flattern wie zwei Vögel in deiner Manteltasche Komm Gib mir den Sommer zurück . Dietrich Pietsch |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Du-- Was wäre ich nur wärest du- wärest du nicht bei mir wärest du ohne mich wäre ich ohne dich wäre ich allein was wäre- wäre ich . allein . zoe |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die nicht wissen, ob sie vertrauen können, |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| vor:zügl:ich . sie hatten doch ! nicht .. mal begonnen da schienen sie schon ! am end . der saft war ! gleich .. einem geronnen vorschnell hats der andre ! verpennt . was beide vereinte ! blieb .. hängen so fühlten sie .. weiter ! sich .. nah . sie konnten zusammen ! nicht com.men doppl:sarg:geburt mit avatar . pet |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
die neue Nachtmusik |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
die Tugend von Meuten |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
wie Gewalt entsteht |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Arbeit ist das halbe Lebenmanfred keitel |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| hunger
erzähl mir, wie du deinen hunger stillst in einer zeit wo es nur fertiggerichte gibt wo ist die würze der speise ich habe es satt zu hungern & es wird zeit das essen selbst zuzubereiten sonst essen wir & werden fett essen & werden fett essen & werden fett & der hunger wächst bis wir platzen ich warte auf das nächste abendmahl thanatos |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| pan´s erbe fragen nur zur rechten zeit ansonsten hoch die heiterkeit nur der dumme will stets denken einen anderen wagen lenken der weise lacht über die welt hat sich schon längst zu ihm gesellt die einsicht seines kurzen lebens auszureissen ist vegebens durch akzeptanz der gefangenschaft hat er sich wieder aufgerafft das leben zu sehen wie es ist das schönheit auch das auge frisst einst war er ständig auf der suche schrie und folgte seinem rufe doch konnte er nie was ergründen er stoppte suchen, began zu finden und fand heraus, das was geschieht er nur mit seinem auge sieht so wollt er nicht mehr mit ihm sehen vielmehr durch es die welt begehen das neue ihn mit ehrfurcht ehrte über bord die alten werte da ist kein platz für heuchelein ich hab zu leben...ihr könnt ja schrein thanatos |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nein ich bin nicht verrückt ich esse die suppe mit dem löffel und häng meine kleider in den schrank ich geh nie stundenlang allein durch den wald und meine gedanken in der nacht sind meine aber manchmal wenn eine nacht so lang ist und der mond so bleich kredenz ich den schwalben schnaps und borg mir ihre flügel elis |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mein Engel Von Stadt zu Stadt zog sich ein unsichtbares Band, das mich mit dir verband. Nun wachst du über mich. Unmerklich - es schlich beinah, doch nun sehe ich es ganz klar. Ohne Antlitz, ich spüre dich; weiter wachst du über mich. Wie ein Hauch, der mich verhüllt, umgibt mich, verwirbelt sich, was mich von fern erfüllt: Du wachst immer fort über mich, Mein Engel. zoe |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| MEIN LEHRER Dein Werk sind es Alte Kinder am anderen Ende der Gefühlslosigkeit... Sie halten sich am Eigeninteresse fest, Nach unten stirbt eine Generation ab... Je mehr sie von der Kannte verschnitten werden Erscheinen Rebellion erzeugende Bilder Unter einer gedeckten Theke Produzieren die Läuse die Drachen... Der September ist in ihren Augen Mit Hass erfüllt Das Nest der Leute, Die eine günstige Gelegenheit zu nutzen suchen Eine Bleibe, in der die Liebe vernichtet wird Und... Woran sie eine Hoffnung anknüpfen Ist eine Stütze Hinter dem der Abgrund liegt... Lieber Lehrer, Bevor die Quelle der Werte ausgeht Versuche dich anzunähern An die Kapillargefäße Der Jugend... Komm näher An die ausgehende Sensibilität Bevor die Zeit davon läuft... Ich weiß An deinem Kragen sind zwei Hände... Du bist in deiner inneren Welt nicht frei Während der Morgen Mit Sorgen vor dir erscheint... Rechts von dir die Geschnisse Links die Geheimnisse, die dich übel zurichten Die Quelle deiner Sorgen Ist der, in dir wachsende Morgen... Deine Werke Können nicht nur dich nicht sehen, Sie sehen sich selbst auch nicht... üzeyir LOKMAN çayci Paris - 30. 04. 2001 Übersetzung : Nuray LALE |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ach, mein
Freund Noch weiß ich nicht ob ich dich lieben oder hassen soll Es ist die Tugend die ich vermisse Ich liebe deine Schönheit in der du strahlst Aber hören Ohren nur auf den schönen Schein Gleich den Insekten, angezogen vom Glanz der Blätter Wahrlich, dies könnte sein, voraus gesetzt Insekten Zeig, mein Freund, wo ist deine Blume In welchem Glanze schimmert deine Blume der Rede Zeig, mein Freund, wo steht deine Blume Auf welche Wiese darf ich sehn Welche schöne List steckt in dem Glanze Sag, mein Freund, welches Licht wärmt deine Blume Strahlt es hell genug, um deiner Blume Kraft zu schenken Kraft genug um sich zum Baum zu verwandeln Kraft genug um Licht zu werden Kraft genug um Insekten anzulocken Ach, mein Freund Doch hasse auch ich diese Schönheit Sie lockt Hyänen und Bären an Sich im Glanze zu wälzen und An der Rinde die Krallen zu kürzen So stürmen sie in den Garten der Schönheit Fliege und Biene Hyäne und Bär Nehmende und Vernichtende thanatos |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Endlich Stille und Steine, du drehst um Steine, dich. Ihr liegt da, Reste eines kargen Mahls, ich neige dazu, still seh ich ein, Stille dreht um Steine, dich regt sich an mich, du neigst mir zu, ich liege da, Mal einer Stille. Du drehst dich um. Stille und Steine. alessa mancinelli |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| bei grellem spiegellicht find ich mich .. einmal wieder unter des jahres kunterbuntem laub ein später sommerwicht rotiert noch über meine glieder verwirbelt dabei letzten elfenstaub ich zähl die zeit zu meinen 'bessren tagen' floss in dem grossen ganzen, liess ihm seinen lauf was gab es da nicht alles .. neu zu wagen nun sicher endlich : wir stehn wieder .. auf PeT |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| f*cken b*tte ?! unruhig hibbeln sachte Worte glänzenden Schneckenspuren unserer Verlegenheit entlang - sammelst du Briefmarken? verstehst du was ich meine? meinst du was ich verstehe? so viele Sterne hinter Stirnen ertasten sich von mal zu mal an der Oberfläche mit Worten die nun alles zusammenfügen feucht und eng. manfred keitel |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zuhörer Du sprichst wieder im Schlaf. Warum bleibst du, frage ich und weiß nicht wer antworten soll. alessa mancinelli |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nächtliche Momentaufnahme II Wenn nichts als Schwärze zwischen uns gehen die Worte auf Zehenspitzen hin und her Bis Worte und Körper in gleicher Wärme hautnah sich aneinander legen Dann spricht nur die Stille und draußen rütteln die Schatten vergebens am Fenster dietrich pietsch |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ver´gangen´heit ver´gangen´heit was ist das ?!? ist es das gewesene ist es das jetzige ist es das was vor uns liegt kann man , muß man , darf man ver´gangen´heit leben , erleben oder bewältigen fragen ?!? muß man ver´gangen´heit leben um leben zu können muß man ver´gangen´heit haben um leben zu können muß man ver´gangen´heit bewältigen um leben zu können fragen , fragen nach der ver´gangen´heit wer kann sie beantworten ?!? die ver´gangen´heit , das leben , das leben in der ver´gangen´heit wer gibt die antworten ?!? die ver´gangen´heit die gelebte ver´gangen´heit die bekämpfte ver´gangen´heit fragen , frage , frag , fra wer kann sie beantworten ??? die VERGANGENHEIT hardy stelter |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
im
schlossgarten
mit donnergrollen brach der harte fels auf im innern jungfräulich-rein erblühten blumenwiesen tanzende lichtstrahlen vertrieben schattengestalten und märchenfeen spielten im rosengarten- sogleich enterten harfenspieler die kinderseele und sangen trauerlieder piratenköche rührten blutwein der taugenichts stahl die junge rose- nun weint die froschkönigin ihre nachtqualen ins dunkle verließ julia luft |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| mauskettenhemd ironie, sarkasmus mal zynischer sinn frontal wie nen schild trägt mans .. vor sich hin geh nicht ach mädchen nicht so .. darauf ein nimm sticheln als necken mein töchterlein diese spitzen oft brechen sie durchs schützenhemd aussen hart texturiert innen bloss .. pergament PeT für julia |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| leuchtpuls glaub ja nicht .. dass du dich langweilst mein kind geh in dich hör nicht auf den hektischen wind der draussen so hastig und laut .. viel zu bunt an die tür schlägt .. gleich einem toll wüt´gen hund nun schau doch : du bist nie wirklich allein zieh ein paar .. kreise in dich hinein PeT für zoe |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| GEBT MIR MEINE BLUME ZURÜCK .
Ich weine stets um mein SchicksalIch laufe wie ein Irrer mit meiner Liebe durch die Gegend Ich bin mit ihr, ohne sie ein armseeliger Gebt mir meine Blume zurück. .
In meinem Garten war alles schön mit ihrIch lernte durch sie die Liebe kennen und erlebte sie Ich liebte das Leben und erfreute mich mit ihr Gebt mir meine Blume zurück. .
üzeyir LOKMAN
çayci Istanbul - 1979 Übersetzung : Nuray LALE |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| zwei
in einem .. brot schon schaut` er sich geraume zeit die augen aus dem laib wo mochte nur die holde sein zum frohen zweitvertreib das brot lag frisch gebacken längst und dampfend ihr bereit wohl zog sie`s vor nur drüber her zu ziehn in dünnem kleid nun all das schien ein sinnbild bloss schwebt` vor ihm übern tisch aus heissem dampf vom krustenbiss neben dem grätenfisch PeT - 07/09/03 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| MEIN ALLES .
Habe dir Gedichte vorgelesen, für dich Gedichte geschriebenMeine Gefühle sind für dich, mein alles Die Trennung von dir war wie der Tod für mich Ich habe mich schwer daran gewöhnt, Ohne dich zu sein, mein alles. .
Mit deiner Schönheit warst du in meinen TräumenIch ließ dich in mir weiterleben, mein alles In deinen Blicken war ich auf innere Reisen Ich habe mich schwer daran gewöhnt, ohne dich zu sein, mein alles. .
Üzeyir Lokman ÇAYCIFrankfurt - 1980 Übersetzung: Nuray LALE |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| So viele Sommer schon
.
So viele
Sommer schon
trägt meine Haut in den Falten heißer Nächte nistet sich Herbst ein in goldenen Tönen singt er von Abschied Noch riechen die Poren nach Süchten und Hitze wenn auch meine Sohle schon kalten Tau berührt der von der Kühle spricht dem Frost nahender Winter und der Ewigkeit die von Blumen bekränzt und von Dornen die nicht mehr stechen .
Monika Wegscheider
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Pillen Eden |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Lebenswerk manfred keitel |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Extreme voller Antworten |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Alles bleibt Juli I Die Entfernung in schnellen Sätzen gehen, Komma hin und wieder und immer noch fliegen die Küsse wie Regen über der Glut. Alessa |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kein Sommergedicht, in dem unter sengender Sonne dein Körper im wogenden Kornfeld zerfließt. Kein hilfloses Halten des Augenblicks - dir nach kein duftendes Heu, keine Rast im Schatten, kein trockenes Blatt im Haar und kein gebrochenes Gras. Nur der staubige Feldweg ahnt noch etwas von unserer Hitze. Dietrich |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Alles bleibt Juli II Die Haut ist warm auf deiner Haut frage ich mich was du wohl schreibst wenn du schweigst in den Nächten vor dem kalten Kamin ein Glas Wein und unser stiller Schwur ein Toast auf den nächsten Sommer. Alessa |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| die hier veröffentlichen verse
mögen momentane leseblitze sein .. / unREGELmässige denkanStösse und anSporne / auf ein spezielles latal-gedicht-archiv verzichten wir, da die meisten von euch eigene archivierung betreiben -> links oberhalb / wer über keinen webspace verfügt, kann im forum (s)eine eigene text-rubrik einrichten .. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |